CoastlessCon 2020

Bis kurz vor Beginn der diesjährigen CoastlessCon stand alles auf sehr wackeligen Beinen und es gab viele offene Fragen:

  • Werden wir Orgas (vier Tage vor Con) gesund von unserem Schottlandurlaub zurückkehren?
  • Kann die Jonglierconvention trotz steigender europäischer und deutscher Corona-Infektionszahlen (ohne verschärfte Einschränkungen) stattfinden?
  • Wie viele Teilnehmer werden kurzfristig wegen Anreiseschwierigkeiten, Gesundheitsbeschwerden oder persönlicher Bedenken absagen?
  • Wo werden Passer ohne Zelt schlafen? (Der in den Vorjahren genutzte Südflügel war für eine Schulveranstaltung reserviert; viele Klassenräume waren wegen Bauarbeiten nicht nutzbar.
  • Wo und wie werden wir kochen? (Herd und Ofen in der Schulküche konnten wegen Bauarbeiten nicht genutzt werden.)
  • Wird das Wetter viel Outdoor-Jonglage erlauben? (In den beiden Jonglierräumen durften maximal 12 Jongleure gleichzeitig jonglieren; etwa 50 Jongleure waren zur Convention angemeldet; wenige Tage vor Eventbeginn waren für die komplette Veranstaltungswoche täglich Gewitter und Regen vorhergesagt.

Trotz all dieser Unsicherheiten hat es die Convention irgendwie geschafft, relativ komplikationsfrei stattzufinden. Wir sind problemlos und gesund aus dem Urlaub zurückgekehrt. Es gab keine neuen Corona-Einschränkungen (pünktlich vor der Convention wurde die Personenzahl, denen gemeinsamer Kontaktsport erlaubt ist, sogar von 30 auf 50 angehoben). Es haben nur wenige Teilnehmer kurzfristig entschieden, nicht oder später anzureisen (die meisten haben sich zügig bei uns abgemeldet und ihre Entscheidung gut begründet).

Zum Indoor-Schlafen haben sich zum Glück genug andere Klassenräume auftreiben lassen. Und zum Kochen haben einige Jongleure große Kocher von den Pfadfindern, eine Induktionsherdplatte und einen Reiskocher mitgebracht. Da sich das Wetter kurzfristig dazu entschlossen hatte, sonnig und warm zu werden, konnten wir die ganze Woche draußen jonglieren, kochen und essen.

So wurde auf der CoastlessCon gekocht. Hier gerade Milchreis und eine vegane Variante.

So wurde auf der CoastlessCon gekocht. Hier gerade Milchreis und eine vegane Variante.

Als es Grießbrei zum Nachtisch gab, hab ich ein Glas unserer selbstgemachten Sauerkirsch-Zimt-Sauce (die eigentlich Marmelade werden sollte) dazugestellt.

Als es Grießbrei zum Nachtisch gab, hab ich ein Glas unserer selbstgemachten Sauerkirsch-Zimt-Sauce (die eigentlich Marmelade werden sollte) dazugestellt.

Neue Jongliermuster

Am Dienstagabend hat Psycho Nicki und mir das Muster PMS (oder so ähnlich) beigebracht, weil ich beim späteren Workshop nicht dabei sein konnte. Es hat nichts mit dem Prämenstruellen Syndrom zu tun.

Es gab aber noch viele andere spannende Workshops, die ich verpasst habe. Einige habe ich verpasst, weil ich unter der Woche gearbeitet habe und kurz nach 21 Uhr (wenn die Workshops auf Passingconventions standardmäßig beginnen) zum Schlafen nach Hause geradelt bin. Andere habe ich verpasst, weil ich grad woanders etwas anderes gemacht habe oder müde war.

Den Workshop hab ich leider verpasst. Die Poster sehen aber vielversprechend aus.

Den Workshop hab ich leider verpasst. Die Poster sehen aber vielversprechend aus.

Den Workshop habe ich leider auch verpasst. Sieht ebenfalls vielversprechend aus. Bin gespannt auf das Video, was es zu dem Muster bald geben soll.

Den Workshop habe ich leider auch verpasst. Sieht ebenfalls vielversprechend aus. Bin gespannt auf das Video, was es zu dem Muster bald geben soll.

Für den Workshop war ich am Samstagabend schon zu müde, habe mir das Muster aber Sonntagvormittag von Marie und Nicki beibringen lassen.

Für den Workshop war ich am Samstagabend schon zu müde, habe mir das Muster aber Sonntagvormittag von Marie und Nicki beibringen lassen.

Neue Tasteninstrumente

Auch in diesem Jahr wurde auf der CoastlessCon viel Klavier gespielt – sowohl sehr schön als auch von mir. 😉 Zuvor saß wohl lange niemand an den Klavieren in der Jonglierhalle. Beim Dransetzen habe ich mit meinen Knien die Spinnenweben entfernt.

In einem anderen Raum haben wir ein weiteres Tasteninstrument gefunden – an einem ungewöhnlichen, schwer zugänglichen Ort.

Dieses Cembalo stand etwa 2 Meter oberhalb einer Bühne. War etwas anstrengend, da hochzuklettern.

Dieses Cembalo stand etwa 2 Meter oberhalb einer Bühne. War etwas anstrengend, da hochzuklettern.

So klingt das Cembalo, wenn man es spielt und im Hintergrund Leute jonglieren. Die Tasten sind etwas kleiner als beim Klavier und es ist etwas gewöhnungsbedürftig, darauf zu spielen.

Ein noch gewöhnungsbedürftigeres Tasteninstrument lag auf dem Spieletisch. Ich frage mich, wer das mitgebracht hat.

Ein bestimmtes Spiel durfte in diesem Jahr natürlich nicht fehlen ...

Ein bestimmtes Spiel durfte in diesem Jahr natürlich nicht fehlen …

Stimmungsbilder

Ich habe ausnahmsweise mal etwas mehr Fotos gemacht, die das schöne Conventiongelände etwas besser zeigen als die Bilder der Vorjahre. Da Abstandhalten und kontinuierlicher Luftaustausch diesmal wichtige Bestandteile der Convention waren, waren wir froh, dass viele Aktivitäten draußen stattfinden konnten.

Es wurde viel Volleyclub gespielt.

Es wurde viel Volleyclub gespielt.

Der Zeltplatz auf dem Schulgelände

Der Zeltplatz auf dem Schulgelände

Combat auf dem Schulhof

Combat auf dem Schulhof

Blick aus dem Schulgarten durch den Südflügel auf den Volleyclubplatz und Nicki und mein Zelt.

Blick aus dem Schulgarten durch den Südflügel auf den Volleyclubplatz und Nicki und mein Zelt.

After-Dinner-Passing. Orange Keulen sieht man auch in der Dämmerung noch ganz gut.

After-Dinner-Passing. Orange Keulen sieht man auch in der Dämmerung noch ganz gut.

Jemand hat sich übrigens leider gar nicht an die Abstandsregeln gehalten und damit viele ziemlich genervt: die Wespen! Ein paar Convention-Teilnehmer wurden sogar gestochen – unter anderem in Unterlippe und Zunge! Da schnell klar war, dass die Wespen es vor allem auf unsere süßen Speisen abgesehen hatten, haben wir zuckerhaltige Lebensmittel gut versteckt und konnten die Wespenplage so etwas mindern.

Als wir gesehen haben, dass nach einiger Zeit auch Bienen von dem Honig naschten, haben wir (bzw. der todesmutige Co) das Glas von Insekten befreit und gesäubert in Sicherheit gebracht. Fremder Honig kann für Bienenvölker ja sehr gefährlich sein.

Als wir gesehen haben, dass nach einiger Zeit auch Bienen von dem Honig naschten, haben wir (bzw. der todesmutige Co) das Glas von Insekten befreit und gesäubert in Sicherheit gebracht. Fremder Honig kann für Bienenvölker ja sehr gefährlich sein.

Kurzfazit

Neben den alten Passout-Hasen waren diesmal auch so einige „junge Hüpfer“ dabei, deren Gesichter man eher von größeren Wochenend-Conventions kennt. Die Gruppe hat sehr gut harmoniert und alle haben dazu beigetragen, dass die CoastlessCon wieder ein voller Erfolg wurde. Für mich bisher die schönste Convention in diesem Jahr. Mal sehen, ob es die einzige bleibt …

5 Antworten zu “CoastlessCon 2020

  1. Sieht aus als ob ihr eine schöne Convention gehabt hättet :). Ich sehe ein paar bekannte Gesichter auf den Fotos (auch einen Extübinger ;)). Schade, dass du soviel arbeiten musstest (der Känguruworkshop hätte ja von dir sein können ;)). Ich bin ganz froh, dass ich noch auf die Con in Ludwigshafen im Februar gefahren bin (da habe ich noch mit Piet gepasst), vermutlich wird das die einzige in diesem Jahr bleiben (wenn man die letzte Passout mal nicht mitzählt). Ursprünglich hatte ich noch gedacht vielleicht auf die Passout zu fahren dieses Jahr aber wenn die halbiert werden sollte, will ich keinem einen Platz wegnehmen. Ich hoffe echt, dass der Spuk nächstes Jahr mal langsam vorbei ist, die Jonglierconventions waren das Jahr davor immer wie viele kleine Miniurlaube und ich vermisse das total.

    • Ja, die CoastlessCon war schön. 🙂 Die Muster aus den verpassten Workshops kann ich sicher noch nachholen.

      Mit 1,5 m Abstand (auch beim Jonglieren) ist die niederländische PassOut für mich auch nicht mehr so attraktiv, da diese Regelung mit meinen Lieblingsmustern (Takeout-Patterns) nicht vereinbar ist. Ich denke, ich werde da auch anderen den Vortritt lassen. Ich kann mir aber vorstellen, dass es in diesem Jahr in der PassOut-Zeit noch ein paar weitere kleine Alternativ-Cons geben wird (wenn es die lokalen Gesetze zulassen).

      Auf der CoastlessCon habe ich gehört, dass demnächst auch kleine Cons in Rostock und Halle sind. Für dich vermutlich etwas weit weg für Wochenend-Conventions …

      • Halle hatte ich tatsächlich überlegt. Ein Freund von mir kommt ursprünglich aus einer Nachbarstadt von Halle und ist zwar nicht mehr im Orgateam (weil er nicht mehr da lebt) aber hilft denen immer noch bei der Convention aus. Die haben auch immer eine ziemlich gute Show da… und Halle als Städtchen ist ja auch ganz hübsch. Allerdings müsste man immer noch irgendwie hinkommen und im Moment vermeide ich es mit Zügen zu fahren… außerdem ist es eine Hallencon und ich weiß nicht ob das Schlafen in einer Halle auch mit entsprechenden Abständen eine gute Idee ist (einer der Gründe warum wir Tübingen abgesagt haben – wir hätten es vielleicht als Zeltcon gemacht aber dafür haben wir den Ort nicht sicher bekommen). Als Zeltcon wie die CoastlessCon könnte ich mir schon eher vorstellen allerdings ist das wettermäßig wohl schon vorbei dieses Jahr. Da wäre die Drop am See schön gewesen… naja nächsten Sommer geht das bestimmt wieder :). Die Schweizer Jonglierconvention wäre hier auch noch in Reichweite aber ich glaube da kann man auch nicht zelten… muss nochmal nachfragen. Die war letztes Jahr ziemlich cool.

      • Wir haben am Wochenende mit einem Orga der diesjährigen PassOut telefoniert, weil er ein paar Fragen dazu hatte, wie es bei der CoastlessCon mit dem Abstandhalten geklappt hat etc. Im Gespräch ist rausgekommen, dass es in den Niederlanden ähnliche Sportregeln gibt wie bei uns und die 1,5 Meter Abstand beim Jonglieren wohl doch nicht eingehalten werden müssen (kam bei der Mail neulich irgendwie nicht so rüber).

        Ich bin gespannt, ob die Convention diesmal super schnell ausgebucht ist oder ob die Leute eher zurückhaltend sind (weil niemand weiß, wie sich die Corona-Lage und -Gesetzgebung entwickeln wird). Kann mir vorstellen, dass das Event eher weniger international wird. Eventuell bieten wir in Göttingen weitere kleine Passing-Convention an (müsste mit der Schule noch abgeklärt werden; übernachtet werden würde dann in Klassenräumen mit nur wenigen Personen pro Raum).

        Ich hab auch Hoffnung, dass im nächsten Jahr convention-mäßig wieder mehr geht. Vielleicht setzen sich auch die kleinen „familiären“ Jongliertreffen als Convention-Art durch.

  2. Pingback: MiniEd - Passing Zone·

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